Zurücktreten!

4e6088_edb343e2788848569eb8176ae0522636Sogar in den Ferien scheint ein rechter Schweizer keine Pause davon machen zu können, seiner demokratischen Pflicht zu folgen und seine politischen Aufgaben als Mitglied der Gesellschaft wahrzunehmen.

Es spricht niemand davon, dass das Wahrnehmn einer Pflicht etwas Angenehmes darstellt, das erzählen uns die Hauptakteure durch ihre Handlungen in den Geschichtsbüchern. Zivilcourage ist eine Tugend, die man als Eidgenosse in die Wiege gelegt bekommt.

Da stellt sich ein fremder Herr neben eine Dame, bittet sie auf Grund einer Geschichte, dessen tatsächliche Logik er aufgrund seiner Handlung offensichtlich immer noch nicht verstanden hat, aus ihrem Amt im politischen Kontext zurückzutreten. Und dies mehrfach.

Sind das jetzt die Werte, die die Schweiz vertritt?

Ich auf jeden Fall nicht!
Aber ich ‪#‎tretezurück‬, mitten ins Schienbein seines Anliegens!

Und ich hätte ihm am liebsten die Ovi über sein Haupt geschüttet.

Ich hatte vor 10 Tagen so das Gefühl, dass jetzt die Zeit reif für einen Blog ist. Einerseits, weil mein Erlebtes, welches ich in der Öffentlichkeit diskutieren will, hier ausführlich erzählt werden kann. Auf Facebook sprengt das jeweils den Rahmen, auf Twitter sowieso. Ich will den Fluch (zum Beispiel sexistische Kackscheisse) dann gern auch ausschreiben können. Darum nun dieser Blog. Aber nicht nur. Ich habe es satt, ständig alle Artikel, welche die recherchefaulen Journalisten in ihren Boulevardblättern über mich produzieren, korrigieren oder dementieren zu müssen. Dann schreibe ich lieber hier was Sache ist und mich bewegt.

 So wie diese Szene, welche sich heute Morgen am Frühstückbuffet des Hotels in Grächen abgespielt hat. Unser letzter Ferientag. Man stelle sich vor: Mein Mann und ich kommen mit den drei Kindern im letzten Moment, kurz bevor das Buffet wieder abgeräumt wird, in den Speisesaal. Ich nehme einen Teller, lege ein Gipfel drauf, der jüngste Sohn zieht an meinem T-Shirt, weil er will, dass ich ihm jetzt eine Portion Nutella besorge. Der Älteste fragt, wo wir sitzen wollen, währenddem die Tochter die Taste für die Heisse Ovi am Automat schon gedrückt hat, bevor sie eine Tasse hingestellt hat. Ich stehe also ziemlich gestresst im Speisesaal und versuche, die Balance zu halten mit den inzwischen drei Tellern, die mir die Kinder zum „gschnell Hebe“ anvertrauten.

Da kommt dieser Herr auf mich zu. Einer, welcher mit seiner Familie und den etwas grösseren Kindern stets am Nachbarstisch sass und verstohlen zu uns rüberschaute. Man merkt das ja, wenn einer stets schaut, als ob er Fussballscout wäre und sich Mühe gibt, freundlich auszusehen. Ich merke auch, wenn mich jemand erkennt hat und aus purer Neugier unsere Familie beobachtet. Ganz genau schaut, ob die Familie Spiess glücklich ausschaut. Ob die Kinder Manieren haben. Wie der Umgang so ist. Ob es zwischen Herr und Frau Spiess Gehässigkeiten gibt. Ja, auf jedenfall war das ziemlich offensichtlich, dass dieser Herr sehr interessiert an uns war.

Da kommt er also dahergelaufen, ich noch immer überfordert von der Auswahl und den Wünschen der Kinder, kommt der zu mir und sagt so:

„Frau Spiess, jetzt treten sie endlich zurück!“

Ich: „Wie bitte? Jetzt habe ich Sie nicht verstanden.“

Er: „Zurücktreten! Sie sind doch d Frau Spiess?“

Ich: „Ähm ja, so heisse ich, ich wüsste aber nicht, was Sie mir hier und jetzt zu sagen hätten.“

Er: „Sie können unseren schönen Kanton nicht mehr repräsentieren (Aha, ein Zuger!).“

Ich: „Was jetzt? Repräsentieren? Ich bin eine linke Politikerin, mehr nicht.“

Er: „Ich muss (MUSS! Muahahahaha!) immer von Ihnen im Blick lesen. Seien sie doch mal still!“

Ich: „Denken sie kurz nach. Würde man mit ihrer Frau oder Ihrer Tochter dasselbe wie mit mir machen, würden sie dann auch sagen, sie sollen ruhig sein?

Er: „Neinnein, aber sie sollen jetzt bitte einfach mal nichts mehr sagen. Zurücktreten! Sie werden ja nie und nimmer wiedergewählt!“

Ich: „Lassen Sie das mal meine Sorge sein (denn vielleicht habe ich ja gar keinen Bock auf weitere 4 Jahre in DIESEM Parlament), aber ich wüsste nicht, warum ich vorzeitig zurücktreten sollte.“

Er: „Weil sie unserem Kanton nur schaden, jawoll!“

Ich: „Welche Parteien wählen Sie denn so?“

Er: „SVP!“

Ich: „OK. Ich wünsche Ihnen ein schönes Leben. Und grüsse an Ihre Frau und Ihre Töchter. Sie tun mir leid.“

Und ich zog weiter, noch immer 3 Teller jonglierend, an unseren Tisch. Währenddem der Typ nochmals das Unterliibli wechseln gehen musste. So hat er sich also eine ganze Woche überlegt, wie er das „Zurücktreten! Sofort!!“ formulieren könnte, um dann am letzten Tag mit Schweissperlen auf der Stirn vor mir zu stehen.

Nebstdem es mir Spass machte, diesen Dialog nochmal rekonstruiert zu haben, will ich damit sagen: ich bin durchaus empfänglich für konstruktive Kritik. Nur, einer, der niemals im Leben mich mit meinen guten und schlechten Eigenschaften wählen würde, weil er nämlich nur nach Parteibüechli an der Urne entscheidet, hat mir nichts, N-I-C-H-T-S zu sagen.

Wer einen konstruktiven Dialog mit einer Politikerin sucht, kann nicht auf apodiktische Weise mt einer unbegründeten Rücktrittsforderung herausplatzen.

Letzten Herbst, kurz vor den Zuger Regierungsratswahlen hat eine Allianz aus Kantonsrät_innen der FDP, CVP, GLP und (Achtung…:) SP (!) meinen Rücktritt gefordert. Ich könne einfach nicht ruhig sein und mache den Kanton Zug schlecht (ganz die Worte des untersetzten Zugers in Grächen).

Kein Funke Reflektion.

Diese Forderung kam im Form eines offenen Briefes. Genau in einer Zeit, in welcher es absolut ruhig um meine nervige Person gewesen war.

Diese Kantonsrät_innen fordern von mir, nicht über das Geschehene zu sprechen, und generieren aus dieser Botschaft wieder die nächste Schlagzeile.

Diese Kantonsrät_innen beklagen sich, dass so viele Journalisten wegen mir im Saal sind, weigern sich aber, die Presse an solchen Tagen mit einer Zweidrittelsmehrheit aus dem Saal zu schmeissen.

Diese Kantonsrät_innen beklagen sich über meine Mediengeilheit (WTF!), was sie lautstark und mit ernster Mine in die nächste laufende Kamera jammern.

Kantonsrätinnen schimpfen mich Flittchen und nennen mich Mädchen, wenn sie mir was sagen müssen.

Kantonsräte geben anonym gegenüber Boulevardjournalisten an, mit mir schon im Bett gewesen zu sein.

Falls ihr, liebe anonyme Kantonsräte, dies jetzt liest, bitte meldet euch. Ich würde euch gern kennenlernen. Denn ihr seid ja bestimmt nicht diese, die mich in der Zeit vor der Landammannnfeier vollgeschleimt und angebaggert habt, oder? Nein, bestimmt nicht…

Ich hasse diese verlogene Zuger Doppelmoral. Sie ist sexistische Kackscheisse.

Feuerwehr-Posse, Teil 3: Das Feuerhorn 2016

Auf Wunsch von vielen Blog-LeserInnen schalte ich euch das Original-Füürhorn 2016 hier online.

Ganz nüchtern nochmals: die Freiwillige Feuerwehr Zug respektive das Styger Rettungscorps ist eine Rettungsorganisation.

R-E-T-T-U-N-G-S-O-R-G-A-N-I-S-A-T-I-O-N!

Ich bin mir einfach nicht sicher, ob sich das Diffamieren und gezielte Erniedrigen einer den Herren nicht genehmen Frau damit verträgt. Das sollte sich vielleicht der CVP-Stadtrat Urs Raschle mal überlegen. Et voilà, bitte auf das Titelbild klicken.

 (Im Übrigen bemühe ich mich ab jetzt, die Gross/Kleinschreibung einzuhalten. Gemäss Feedback liest sich das eleganter.)

Inzwischen übergeb ich mich dann mal.

Noch was: Das Feuerhorn ist ein traditionelles Fasnachtsblatt. Dagegen ist absolut nichts einzuwenden (ich LIEBE Satire!). Seit jeher werden die Namen jener Personen, welche unters Rad kommen, verfälscht, d.h. die Anfangsbuchstaben vertauscht. Ein René Huber wurde also immer Hené Ruber genannt. Immer. Nur dieses Jahr nicht…

Voilà:

Feuerhorn 2016

Wir sind gar nicht so verschieden

4e6088_edb343e2788848569eb8176ae0522636In Syrien steinigt ein Mob Männer vergewaltigte Frauen. Vergewaltigung gilt in gewissen Auslegungen der Sharia als Ehebruch, grundsätzlich von der Frau aus begangen.

Und der Welt stockt der Atem über diesen barbarischen Akt.

In Zug wird eine betroffene Frau erst subtil und auf hinterlistigste Art und Weise mit Gefälligkeiten geradezu belästigt, als ob sie zum Abschuss freigegeben wäre, um danach mit verbalisierten Geschossen bombardiert zu werden.

Und wir nennen es Narrenfreiheit an der Fastnacht. Mir stockt der Atem!

Die Handlung des Steinigens möchte ich hier keinesfalls gleichsetzen mit Entwürdigungen in Wort und Schrift. Gleichsetzen möchte ich das Denkmuster, dass eine von sexueller Gewalt betroffene Frau das Recht auf Würde und Integrität verliert. Auf Grund dieser Annahme als nicht mehr ehrenhaft erscheint.

Wie es der Titel sagt, es ist keine Frage der Herkunft, solch ein Gut an Gedanken gibt es überall. Es unterscheidet uns einzig die Gesellschaftsform und die in ihr entstandenen Gesetze, wessen Entstehung wir reflektierter denkenden Köpfen zu verdanken haben als unseren freiwilligen Feuerwehrmännern, wie es uns ihr Verhalten plakativ illustriert. Punkt.

Feuerwehr-Posse, Teil 2: die Fortsetzung

ja, die fortsetzung der FFZ-geschichte ist fast noch schlimmer als deren anfang. ich muss hier gar nicht viel dazuschreiben oder kommentieren. ich werde jetzt den mail- bzw. briefverkehr chronologisch unten aufführen. lesen sie den dialog, wenn sie meinen vorherigen post zur FFZ-posse gelesen haben. und ganz wichtig: lesen sie den dialog bis zum schluss. dann werden sie nämlich merken, mit welchem typ mensch wir es hier zu tun haben.

daniel jauch ist kommandant der freiwilligen feuerwehr FFZ.

roland föhn ist präsident des styger rettungskorps, teil der FFZ und verantwortlich fürs „feuerhorn“.


8. Februar 2016

Sehr geehrte Frau Spiess

Besten Dank für Ihre Anfrage vom 5. Februar 2016. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug (FFZ) respektive der Verein FFZ ist nicht Herausgeber der Fasnachtszeitung „das Feuerhorn“.

Ihre Anfrage habe ich an den Zuständigen Verein „Styger Rettungskorps“ weitergeleitet. Sie werden in den nächsten Tagen von der zuständigen Stelle kontaktiert.

Freundliche Grüsse

Daniel Jauch, Kommandant FFZ


10. Februar 2016, morgens

Sehr geehrter Herr Jauch

Auf meine Anfrage vom vergangenen Freitag hat mich leider noch niemand vom Verein Styger Rettungskorps kontaktiert. Am heutigen Aschermittwoch ist die Fasnacht beendet. Ich erwarte im Laufe des Tages eine telefonische Kontaktaufnahme durch eine verantwortliche Person unter Tel. 078 XXX XX XX.

Besten Dank im voraus für Ihre nochmaligen Bemühungen. Freundliche Grüsse

Jolanda Spiess


10. Februar 2016, abends:

Sehr geehrter Herr Jauch

Nachdem seit meiner ersten Kontaktaufnahme nun fast eine Woche verstrichen ist, hat sich heute Abend endlich Roland Föhn bei mir gemeldet. Leider verlief das Gespräch alles andere als erfreulich. Anstatt Stellung zu beziehen vertröstete mich Herr Föhn auf ein Schreiben, das er vorbereitet habe, dessen Inhalt er mir aber weder in Worte fassen noch vorab mailen mochte. In Bezug auf die Autoren der frauenverachtenden Beiträge im Füürhorn  erklärte er mir, dass er nur der Präsident des Styger Rettungskorps, nicht aber für den Zeitungsinhalt verantworlich sei, dass er mir aber gleichzeitig die Namen der Autoren nicht nennen könne. Das sei einfach so. Das sei schon immer so gewesen, dass das geheim sei. Und diese Geheimniskrämerei manifestiert sich auch darin, dass bereits wenige Stunden nach meiner ersten Intervention die Korpsliste des Styger Rettungskorps von der Homepage der FFZ verschwunden war. Herr Föhn kann also durchaus auch rasch handeln. Ich gehe weiterhin davon aus, dass ein Korpsmitglied mit Markus Hürlimann familiär verbandelt ist und diese Verbindung der Grund für den abscheulichen Sexismus ist. Ein Umstand, der wohl hätte verschleiert werden sollen.

Mit Verlaub, von einem Kadermann der Feuerwehr erwarte ich mehr Courage. Ist es nicht die Aufgabe des Präsidenten für die Aktionen seiner Leute hinzustehen, Stellung zu nehmen und wenn Fehler passiert sind, sich dafür zu entschuldigen?

Ich möchte hier noch einmal klar zu Ausdruck bringen, was ich erwarte: Erstens will ich wissen, welche Person als Chefredaktor für dieses Heft agiert hat und ich will mit dieser verantwortlichen Person ein persönliches Gespräch, face to face, nicht mit einem Präsidenten, welcher gar nicht versteht, um was es wirklich geht. Zweitens will ich eine öffentliche Entschuldigung (in Form eines Leserbriefes in der Zuger Zeitung).

Ganz skurril wird die Rolle von Herrn Föhn, wenn man weiss, dass er sich mir gegenüber in den letzten Monaten als Freund auf Social Media präsentiert hat und sehr genau im Bild ist über meine Befindlichkeit war. Da kommt mir schon der Verdacht auf, dass dieser Herr mich gezielt eingelullt und ausspioniert hat.

Herr Jauch, ich habe alles andere als Lust, mich auf einen Rechtsstreit mit den Verantwortlichen einzulassen. Aber es ist nun mal so, dass die Texte mehrfach den Straftatbestand der üblen Nachrede resp. Verleumdung erfüllen. Wenn niemand in Ihrem Korps das Format hat, hinzustehen und Fehler einzugestehen, so bleibt am Ende nichts anderes übrig. Die Darstellung im Füürhorn hat mich zu sehr verletzt, als dass ich das einfach so hinnehmen werde.

Danke für Ihre prompte Antwort

freundliche Grüsse

 Jolanda Spiess-Hegglin

Kantonsrätin Piratenpartei


2 Tage später:

 ich würde es ihm ja noch fast abnehmen, diese nüchternheit, diese kalte sachlichkeit, den blick professionell auf die fasnachtszeitung gerichtet, sich abgegrenzt gebend gegenüber jenen, über welche ja geschrieben werden muss.

wäre da nicht derselbe roland föhn, welcher sich vor etwas mehr als einem jahr auf facebook mir angefreundet hat (ich kannte ihn vorher nicht und habe ihn noch nie gesehen) und mir per chat während des letzten jahres eine ganze palette an nettigkeiten schrieb:

gibts noch fragen zu roland föhn?

übrigens gehe ich nach wie vor davon aus, dass jemand aus dem „klub hürlimann“ am feuerhorn mitschrieb. jemand, der mit markus hürlimann verwandtschaftlich verbunden ist. diese antwort schuldet mir die FFZ noch. ach nein, stimmt ja. föhn hat es doch in seinem brief geschrieben, dass dem nicht so ist. nur sagt er ja auch, dass er gar nicht wisse, wer das schreibt (haha!) und er weiss ja gar nicht, wen ich meine. vielleicht hat er aber alle stammbäume der geschätzten 100 feuerwehrleute im griff…

SKS*! (*sexistische kackscheisse)

Feuerwehr-Posse, Teil 1: Abscheuliche Frauenverachtung bei der FFZ

4e6088_abdf615c528d4e16b34c7379564f442awer glaubte, das „feuerhorn“ von letztem jahr sei an geschmacklosigkeit nicht zu überbieten, hat sich geirrt. auf 10 von 16 seiten der zuger fasnachtszeitung, herausgegeben vom styger rettungskorps der freiwilligen feuerwehr zug FFZ wird jolanda spiess-hegglin thematisiert. das blatt, fasnacht hin oder her, besteht im prinzip aus männerphantasien und sexismus. nacktzeichnungen und witze über das geschehene nach der landammannfeier (welches ich aus rechtlichen gründen nicht mehr schändung resp. sexuellen missbrauch nennen darf) ist ein schlag ins gesicht.

und… wie oft wird denn über markus hürlimann geschrieben?

ähm.

gar nicht.

dies dürfte seine gründe haben.

ich schrieb dem kader der FFZ ein email mit folgendem inhalt:

Sehr geehrte Herren der FFZ

Ich möchte Sie bitten zu veranlassen, dass sich der zuständige Redaktor des Füürhorns bei mir meldet. Ich möchte ihm gerne persönlich erzählen, wie es ist, als Frau öffentlich fertiggemacht zu werden. Ich möchte ihm davon erzählen, wie es ist, mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung mit Verleumdungen, Verhöhnungen und Provokationen leben zu müssen. Wie es ist, genau zu wissen, was nach der Landammannfeier 2014 passierte, man aber aus polit-taktischen Gründen weder von der Staatsanwaltschaft Unterstützung erhält noch von der Presse neutral behandelt wird. Wie es ist, als 3fache Mutter mit einer Depression zu leben.

Lesen Sie bitte in einem ruhigen Moment diesen Artikel:

http://fadegrad.co/2015/09/24/zuger-sexaffaire-anwaelte-setzen-das-vice-magazin-unter-druck/

Finden Sie es richtig, nach Ihrem letztjährigen Erzeugnis, welches mich im Innersten getroffen hat, nun noch einen drauf zu geben?

Die Internetseite des Styger Rettungscorps weist darauf hin, dass eines Eurer Mitglieder in verwandtschaftlicher Verbindung mit Markus Hürlimann steht. Ist dies der Grund dieser abscheulichen Frauenverachtung?

Danke für die Kontaktaufnahme. Fasnacht ist nicht für alles eine Entschuldigung.

Freundliche Grüsse

Jolanda Spiess

***

wenige stunden, nachdem die FFZ mein mail erhalten hat, war die mitgliederliste des rettungskorps offline. fortsetzung folgt…

Es geht ein Gespenst um in Europa

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Es geht ein Gespenst um in Europa (lasst mich Marx zitieren, aber aus dem Kontext reissen). In der Presse und hier und überall, ist zu lesen, dass sich vor allem gewisse Männer grosse Sorgen um uns Frauen machen. Sie machen sich diese, weil uns die hereingeschwemmten Flüchtlinge zum Problem werden. Uns, IHREN Frauen.

In einem erstem Teil möchte ich mich NICHT dafür bedanken, dass sich gewisse Individuen in aller Machomanier vor mich stellen, um mich präventiv vor dem bösen Islamisten zu beschützen, mit Argumenten, die nicht meine sind. Mit Handlungsansätzen, die ich in keinster Weise als erstrebenswert erachte.

Ich fühle mich einmal mehr benutzt als Frau. Benutzt, als Träger von Propaganda. Propaganda für PEGIDA, für die Durchsetzingsinitiative und weiteren polemischen Ergüssen in meinen Augen.

Diese Männer verinnlichen genau das Selbe in einer anderen Dimension, was sie den anderen vorwerfen zu tun. Sie respektieren uns nicht als gleichwertige Menschen, indem sie für uns sprechen, wo wir sie darum gar nicht gebeten haben.

Stehen unsere Werte auf solch wackligen Säulen, dass wir diese einzig durch eine Abschottung unseres Landes aufrecht erhalten können? Wenn ihr dies lest, müsst ihr doch selbst über den Widerspruch in sich lachen. Denn durch eure Propaganda, Polemik und Vorurteile degradiert ihr eure eigenen Werte.

Es sind Vorfälle passiert, wozu ich mich ganz klar positioniert habe. Dass bei jeder Belästigung lauthals eingegriffen werden muss, denke ich auch. Dass hier eine Nulltoleranz zu vermitteln und durchzusetzen gilt, stehe ich dafür! Punkte, die ich mit euch teile. Nur die Ausführungen darüber, dass ihr euch in fremden Ländern auch benehmt und anpasst teile ich nicht. Ich denke an die Philippinen, ich denke an Thailand, Afrika… Bildet ihr euch etwa ein, dass Männer mit unseren Werten die Menschen da besser behandeln, als es hier zum Beispiel um den Neujahreswechsel passiert ist? Glaubt ihr, dass dies weder Belästigungen noch Vergewaltigungen sind, nur weil dafür bezahlt wurde?! Welche Statistik würde schon erheben, welche Staatsbürger sich in fremden Ländern unseren Werten entsprechend verhalten.

Wie fühlt sich das an, wenn ich den Text ganz verallgemeinernd schreibe?
Liege ich richtig in der Annahme, dass sich der eine oder andere darüber echauffiert?

Wir müssen keine Mauern bauen, sie verbauen uns unsere Zukunft und werden nie auf einem Fundament der Toleranz, Freiheit und Frieden stehen.

Wir müssen uns gemeinsam hinstellen und Brücken bauen um unsere Werte zu vermitteln und somit zu leben.

Respekt und Solidarität sind nicht abhängig von Wurzeln, Sozialisation und Religion. Respekt und Solidarität wachsen in Gesellschaften in denen sie gelebt werden.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem einen oder anderen ‪#‎zéroMacho‬ dafür, dass ihr uns als Frauen unterstützt und nicht instrumentalisiert!
Merci!

Dieser Text bezieht sich auf das Verhalten von Menschen, das mich bewegt hat, kritisch zu artikulieren. Kein von mir verfasstes Schriftstück wendet sich gegen die Menschen selbst!

Monica Lewinsky – the price of shame

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“Now I admit I made mistakes – especially wearing that beret – but the attention and judgment that I received – not the story, but that I personally received – was unprecedented,” she said. “I was branded as a tramp, tart, slut, whore, bimbo and, of course, ‘that woman’. I was known by many, but actually known by few. I get it. It was easy to forget ‘that woman’ was dimensional and had a soul.”