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Es geht ein Gespenst um in Europa (lasst mich Marx zitieren, aber aus dem Kontext reissen). In der Presse und hier und überall, ist zu lesen, dass sich vor allem gewisse Männer grosse Sorgen um uns Frauen machen. Sie machen sich diese, weil uns die hereingeschwemmten Flüchtlinge zum Problem werden. Uns, IHREN Frauen.

In einem erstem Teil möchte ich mich NICHT dafür bedanken, dass sich gewisse Individuen in aller Machomanier vor mich stellen, um mich präventiv vor dem bösen Islamisten zu beschützen, mit Argumenten, die nicht meine sind. Mit Handlungsansätzen, die ich in keinster Weise als erstrebenswert erachte.

Ich fühle mich einmal mehr benutzt als Frau. Benutzt, als Träger von Propaganda. Propaganda für PEGIDA, für die Durchsetzingsinitiative und weiteren polemischen Ergüssen in meinen Augen.

Diese Männer verinnlichen genau das Selbe in einer anderen Dimension, was sie den anderen vorwerfen zu tun. Sie respektieren uns nicht als gleichwertige Menschen, indem sie für uns sprechen, wo wir sie darum gar nicht gebeten haben.

Stehen unsere Werte auf solch wackligen Säulen, dass wir diese einzig durch eine Abschottung unseres Landes aufrecht erhalten können? Wenn ihr dies lest, müsst ihr doch selbst über den Widerspruch in sich lachen. Denn durch eure Propaganda, Polemik und Vorurteile degradiert ihr eure eigenen Werte.

Es sind Vorfälle passiert, wozu ich mich ganz klar positioniert habe. Dass bei jeder Belästigung lauthals eingegriffen werden muss, denke ich auch. Dass hier eine Nulltoleranz zu vermitteln und durchzusetzen gilt, stehe ich dafür! Punkte, die ich mit euch teile. Nur die Ausführungen darüber, dass ihr euch in fremden Ländern auch benehmt und anpasst teile ich nicht. Ich denke an die Philippinen, ich denke an Thailand, Afrika… Bildet ihr euch etwa ein, dass Männer mit unseren Werten die Menschen da besser behandeln, als es hier zum Beispiel um den Neujahreswechsel passiert ist? Glaubt ihr, dass dies weder Belästigungen noch Vergewaltigungen sind, nur weil dafür bezahlt wurde?! Welche Statistik würde schon erheben, welche Staatsbürger sich in fremden Ländern unseren Werten entsprechend verhalten.

Wie fühlt sich das an, wenn ich den Text ganz verallgemeinernd schreibe?
Liege ich richtig in der Annahme, dass sich der eine oder andere darüber echauffiert?

Wir müssen keine Mauern bauen, sie verbauen uns unsere Zukunft und werden nie auf einem Fundament der Toleranz, Freiheit und Frieden stehen.

Wir müssen uns gemeinsam hinstellen und Brücken bauen um unsere Werte zu vermitteln und somit zu leben.

Respekt und Solidarität sind nicht abhängig von Wurzeln, Sozialisation und Religion. Respekt und Solidarität wachsen in Gesellschaften in denen sie gelebt werden.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem einen oder anderen ‪#‎zéroMacho‬ dafür, dass ihr uns als Frauen unterstützt und nicht instrumentalisiert!
Merci!

Dieser Text bezieht sich auf das Verhalten von Menschen, das mich bewegt hat, kritisch zu artikulieren. Kein von mir verfasstes Schriftstück wendet sich gegen die Menschen selbst!